Medienmitteilung der Stadt Zürich zum Areal Dunkelhölzli

Der Stadtrat hat das Projekt für das neue Gemeinschaftsgartenareal behandelt und die Weisung verabschiedet. Das Areal soll für 12, 8 Millionen Franken umgebaut und ab 2019 als Park und Gartenareal der Bevölkerung übergeben werden. Das Projekt wird nun im Gemeinderat und der vorberatenden Kommission behandelt. Gespannt sind wir darauf zu erfahren, wieso das Projekt so viel kostet. Dies steht in der Weisung, die im anfangs kommendes Jahr öffentlich einsehbar sein sollte. Der Stadtrat äussert sich nicht darüber, was mit der zum Verkauf stehenden Gärtnerei werden soll.

«Für das neue Gartenareal Dunkelhölzli mit Gemeinschaftsgebäude und für die Bachöffnung Salzweg- und Thalbächli sowie archäologische Arbeiten beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Objektkredit von 12,788 Millionen Franken.

Während an verschiedenen Orten der Stadt Gartenflächen verloren gehen, soll im Dunkelhölzli in Altstetten ein neues Gartenareal entstehen. Der Grundstein dafür wurde 2014 durch die Umzonierung der Fläche in eine Erholungszone für Familiengärten und eine in ein Postulat umgewandelte Motion (GR Nr. 2013/184) gelegt.

Das Gesamtprojekt umfasst eine Fläche von 6,6 Hektar. Davon sind 3,8 Hektar für sechs grosse, offene Gartenfelder mit Erschliessung geplant und 2,8 Hektar für den weiträumigen, öffentlich zugänglichen Naherholungsbereich mit parkartigen Wiesenflächen und einem geöffneten Bach. Die Gartenfläche steht der Quartierbevölkerung für verschiedene Nutzungsformen wie Kleingärten und Gemeinschaftsgärten zur Verfügung. Die Vergabe erfolgt wie üblich durch Pachtverträge mit Trägervereinen.

Ein Netz von Fuss- und Bewirtschaftungswegen erschliesst das Gesamtareal sowie die einzelnen Gartenfelder. Das Zentrum der Anlage bildet ein Gemeinschaftsgebäude, das die notwendige Infrastruktur wie Toiletten, Rüsttische und Räume für den Betrieb bietet. Weitere Gebäude sind kleine Garderoben- und Werkstattschuppen, die den gemeinschaftlichen Gartenfeldern zugeordnet sind.

In den 1950er- und 1960er-Jahren wurden in der Nähe des künftigen Gartenareals Gebäudereste eines römischen Gutshofs gefunden. Auf dem Gebiet der künftigen Gärten werden noch weitere römische Mauerreste und Funde vermutet. Die Archäologie des Amts für Städtebau untersucht derzeit das Gebiet und wird ihre Arbeiten vor Baubeginn abschliessen.

Die Anlage ist mit den Haltestellen Dunkelhölzli und Salzweg bereits durch den öffentlichen Verkehr erschlossen. Parkplätze für Autos und Fahrräder werden den Gärtnerinnen und Gärtnern bei den Hauptzugängen zum Areal an der Dunkelhölzlistrasse und beim Salzweg eingerichtet.

Die Arbeiten beginnen 2018 mit umfassenden Bodensanierungsmassnahmen. Die sanierten Böden können erst nach einer Ruhefrist von zwei Jahren genutzt werden, Teilflächen ohne Bodensanierung frühestens 2019. Bei genügender Nachfrage wird die Infrastruktur ab 2020 in einer zweiten Bauetappe ausgebaut.»

Quelle: Medienmitteilung Stadtrat Zürich, 21. Dezember 2016