Wie organisieren wir unsere Umwelt, unsere Nahrungsmittelproduktion, unseren öffentlichen Raum und unser Zusammenleben? Was tragen wir zum Gemeinwohl bei? Was ist uns wertvoll?

Der Landstrich Dunkelhölzli am Westrand von Zürich ist vier mal so gross wie die Josefwiese –   rund acht Hektaren. Früher war hier Landwirtschaft, jetzt plant die Stadt eine grüne Oase für die breite Bevölkerung. Der Verein Grünhölzli begrüsst diesen Plan und hat eine Vision, wie das Areal zum Leben erweckt werden könnte: Wir nennen es Grünhölzli.

Grünhölzli steht für einen modernen Stadtpark als Experimentierfeld, versteht sich als Kompetenzzentrum für Stadtgärten und urbane Landwirtschaft mit integrierter Naherholung. Hier wird zusammengeführt, was zusammengehört: Charmante Gewächshäuser einer alten Gärtnerei stehen geografisch im Zentrum – in Kombination mit wertvollem Kulturland rundherum. In den grosszügigen Gemeinschaftsgärten bauen verschiedene Gruppen und Familien Gemüse, Kräuter, Blumen und Obst an. Die Gärten sind in eine offene und naturnah gestaltete Landschaft eingebettet.

Neben dem Gärtnern kompostiert man gemeinsam, zieht Setzlinge an und tauscht Produkte, Ideen und Geschichten aus. Der ganze Betrieb ist offen und durchlässig, er orientiert sich an den Bedürfnissen des Quartiers. Wer sich aktiv einbringt, gestaltet mit.

Zudem werden hier die Früchte aus dem Garten direkt verarbeitet, Werkzeuge repariert, Schulungen und Treffen organisiert. Man trifft sich in der Gewächshaus-Beiz, welche das Gemüse direkt vom Areal zubereitet. In den grossen Räumen der Glashäuser werden auch Konzerte gegeben oder Theater aufgeführt.

Grünhölzli hat eine überregionale Ausstrahlung: Mit diesem Leuchtturm geht Zürich als Pionierin beim Thema urbane Landwirtschaft voran und leistet einen konkreten Beitrag in der Diskussion über zukunftsfähige Ernährung.

Gartenkind

Liebe Kinder, liebe Eltern
Dieses Frühjahr startet am 8. Mai auf dem Grünhölzli Areal in Zürich Altstetten
zum ersten Mal ein Freizeit-Kurs für junge Stadtgärtner.
Dein eigenes Beet bepflanzen, guter Boden, Pflanzen, Hühner und neue Freunde kennenlernen und das geerntete Bio-Gemüse nimmst Du mit nach Hause :-).
Für Kinder der ersten bis fünften Klasse.
Kurs-Start: 8. Mai 2019
WANN: Mittwoch 14.00 – 15.30 Uhr und 16.00 – 17.30 Uhr
Kurskosten: 200.-
Während der Ferien und Feiertagen fällt der Unterricht aus.
Kursdaten: 18 Kurstage in den Wochen 19 – 40.
Treffpunkt: Dunkelhölzlistrasse 19, 8048 Zürich

Kontakt und Anmeldung: Dessi Krüger
Natel: 076 724 36 65
dessi.krueger@gmail.com
Links: www.gartenkind.ch

Liebe Gartenfreunde und Stadtbäuerinnen

Der Grünhölzli-Startschuss ist geglückt, wir freuen uns über den schönen Spatenstich vom vorletzten Samstag! Viele von euch haben sich das Land dabei genau angesehen und sich bereits ein Stück davon gesichert – siehe Skizze unten. Die Hälfte der Fläche ist bereits vergeben.

Sobald der benachbarte Bauer die Erdschollen fein gemacht hat, können wir mit dem Gärtnern beginnen. Über den genauen Termin werden wir noch informieren. Vorher treffen sich alle Interessierten zum Grünhölzli-Austausch in der Stadt: Montag, 15. April 2019 um 19 Uhr an der Talstrasse 15 in Zürich.

Eingeladen sind Leute, die neu dazukommen möchten: Hier erfahrt ihr, wer wir sind, und wie ihr einsteigen könnt beim Gärtnern im Grünhölzli. Willkommen sind auch all jene, die bereits dabei sind für weitere Vernetzung und Planung.

Wir freuen uns auf die nächsten Schritte zusammen mit euch! Herzliche Grüsse

eure Grünhölzli-Crew

Frühlingserwachen in Züri

Wer schon im Winter den Sommer spürt, ist reif fürs Grünhölzli. Willkommen im unendlichen Garten. Für Hippies, Prolos und Neureiche. Auch Büenzlis und Romantiker sind willkommen. Einfach nicht drängeln. Es hat für alle einen Platz an der Sonne – und etwas Scholle zum rackern.

  • Startveranstaltung: Donnerstag, 28. Februar um 18 Uhr, Seebahnstrasse 115, Pool Architekten
  • Spatenstich: Samstag, 30. März, 14 Uhr, Gartenareal Grünhölzli

Worum geht es?
Kommt am 28. Februar vorbei und präsentiert eure Idee und/oder schickt uns vorab ein Mail an gruenhoelzli@gmail.com. Wir suchen Gemeinschaftsgartenprojekte und andere Ideen, die sich auf dem Gartenareal Dunkelhölzli realisieren lassen. Die Projektverfasser sind organisatorisch und finanziell selber für ihr Projekt verantwortlich. Der Verein Grünhölzli hilft bei der Vernetzung der unterschiedlichen Projektideen.

Hintergrund zum Grünhölzli
Am 10. Juni 2018 hat die Zürcher Stadtbevölkerung Ja gesagt zum neuen Gartenareal Dunkelhölzli. Bis das Areal definitiv umgebaut und eingerichtet ist, kann der Verein Grünhölzli mit einer Pioniernutzung beginnen, das Gartenareal zu beackern. Gesucht sind nun Gruppierungen, Vereine, Leute mit Ideen, die auf dem Areal dieses Jahr ein Gartenprojekt realisieren möchten. Das nötige Land wird von der Stadt zur Verfügung gestellt. Der Verein Grünhölzli koordiniert und kuratiert die Vorschläge und sorgt für eine Vernetzung der beteiligten Personen und Projekte.

 

Ort

Die Stadt Zürich stellt uns ein Stück Land oberhalb der Gärtnerei Weiss zur Verfügung. Einfache Infrastruktur wie Wasser, WC, Werkzeuglager, Aufenthaltsraum ist vorhanden.

 

Vision

Im Dunkelhölzli, zwischen Salzweg, Dunkelhölzlistrasse und Waldrand entsteht auf 7.9 Hektaren ein Modellbetrieb, Experimentierfeld und Kompetenzzentrum für Stadtgärten und urbane Landwirtschaft mit integrierter Naherholungszone und Aufenthaltsräumen.

Der Verein Grünhölzli übernimmt die Verantwortung für das Gesamtkonzept und die Entwicklung des Areals – in Absprache und Partnerschaft mit der Stadt Zürich.

Grundsätze

  • Schlanke Organisation: Nutzer-Projekte und Aktivitäten organisieren sich selber und unabhängig.
  • Offenheit: Alle Organisationen, Nutzer-Projekte und Aktivitäten stehen grundsätzlich allen Interessierten offen.
  • Non Profit: Die Dachorganisation und alle Nutzer-Projekte sind nicht gewinnorientiert.
  • Quartiernähe und Rücksicht auf Anwohner: Projekte und Aktivitäten, welche einem Bedürfnis der Quartierbewohner entsprechen, werden bevorzugt. Lärmemissionen, Verkehrsbelastung, Littering, etc. werden vermieden oder minimiert.
  • Mitgestaltung und Selbstverantwortung: Die Organisation ist so gestaltet, dass möglichst viele verschiedene Menschen innerhalb der Rahmenbedingungen das Areal, die Projekte und Aktivitäten mitgestalten können. Dafür wird ein hoher Anspruch an Selbstverantwortung gestellt.
  • Naturnah: Das ganze Areal wird naturnah bewirtschaftet.

Projekte

Die Projekte für das Areal werden nicht vom Verein Grünhölzli realisiert. Interessierte Nutzer sollen sich mit Gleichgesinnten zusammenschliessen und selbstorganisiert ihre Ideen realisieren. Projektideen können zum Beispiel folgende sein:

  • Ein Permakulturgarten
  • Ein Kräutergarten mit Teehäuschen
  • Ein interkultureller Garten
  • Ein Kunst im Garten Projekt
  • Ein Naturgarten mit Wildbienen und Naturvernetzung
  • Eine Naturgarten Minigolfanlage
  • Eine Kompostieranlage mit Speisepilzezucht
  • Ein Wildblumengarten
  • Ein Weltacker

Für eure Projektidee brauchen wir folgende Angaben von euch:

Wer steht hinter der Projektidee?

Wieviele Nutzer können daran teilnehmen?

Wieviel Land wird benötigt (Minimum/Maximum)?

Wie wird das Projekt finanziert?

Welche Infrastruktur benötigt ihr?

 

 

 

 

 

Kritische Phase: Das kannst du jetzt tun

Kritische Phase: Das kannst du jetzt tun

Liebe Freunde der Vision «Grünhölzli», liebe Engagierte

Unser Projekt befindet sich in einer kritischen Phase – mit grossen Chancen. Es gib jetzt zwei Dinge, die du tun kannst, damit es in die richtige Richtung geht:

  1. Schreibe dich in die Interessenten-Liste der IG Dunkelhölzli ein und zeige damit der Stadt Zürich, dass wir kein Nischen-Bedürfnis vertreten.
  2. Komme an die Info-Veranstaltung von Grün Stadt Zürich und unterstütze unsere Position.
    Wenn wir jetzt alle handeln, kommen wir der Realisierung einen grossen Schritt näher!
    Vielen Dank.

 

Infoveranstaltung Bauprojekt Dunkelhölzli

Die Stadt Zürich informiert am Montag, den 20. März über ihr Bauprojekt im Dunkelhölzli.

Ort: Kirchgemeindesaal der Reformierten Kirche Altstetten, Pfarrhausstrasse 21, 8048 Altstetten

Zeit: 17-18.30 Uhr

Wir freuen uns auf das zahlreiche Erscheinen von interessierten GärtnerInnen.

 

Hans Grob zum Artikel im Tages-Anzeiger

Hans Grob antwortet mit einem Leserbrief auf den Artikel im Tages-Anzeiger:

“Bünzli versus Hippie ist nicht die Frage, denn beide Lebenshaltungen gibt’s bei den SchrebergärtnerInnen und den GemeinschaftsgärtnerInnen gleichermassen.

Die Frage ist vielmehr wie kann die Stadt Zürich ihren EinwohnerInnen, die gärtnern wollen, bei zunehmender Verdichtung und wachenden Einwohnerzahlen, für die Zukunft genügend geeignetes Land zum Gärtnern zur Verfügung stellen?

Beim heute üblichen Standard von 200m2 pro Gartenparzelle reicht das Land nur für wenige Privilegierte. Und denen fehlt oft die nötige Zeit, um den Garten richtig zu bewirtschaften.

Gemeinschaftsgärten sind ideal für GarteneinsteigerInnen die mal für eine Saison gärtnern wollen oder für Leute die wenig Zeit haben aber trotzdem gärtnern wollen. Es ist hier auch möglich kleine und grössere Flächen zu bewirtschaften. Solche permanenten Angebote sind im Gegensatz zu den klassischen Familiengärten rar. Für die verdichtete Stadt sind sie aber ein Modell mit Zukunft und eine wichtige Ergänzung zum Angebot der Familiengartenvereine. Nach offiziellen Angaben gibt es in der Stadt immer noch 5’500 solche Familiengartenparzellen, das sollte eigentlich reichen. Alle die einen solchen Garten wollen können sich bei den Familiengartenvereinen anmelden.”

Als es im Dunkelhölzli einen See gab

Beim Dunkelhölzli in Zürich Altstetten suchen Archäologen seit einigen Wochen nach Fundstücken. Die Grabungen liefern interessante Details darüber, wie Zürich vor 4000 Jahren ausgesehen haben könnte. Die wohl interessanteste Entdeckung: in Altstetten schmückte einmal ein See das Landschaftsbild.

Der Radiobeitrag kann hier nachgehört werden. Und auch die Stadt Zürich informiert darüber.

«Tagesanzeiger»: Grabenkämpfe im Gartenparadies

Dass im Dunkelhölzli Grabenkämpfe zwischen Gemeinschaftsgärtnern und Familiengärtnern herrschen, ist eine  journalistische Übertreibung. Natürlich gibt es unterschiedliche gärtnerische Haltungen, aber die Vision von Grünhölzli ist, auf dem Areal Dunkelhölzli möglichst viele Garten- und Landwirtschaftsformen zu ermöglichen. Gemeinsam möchten wir einen Ort erschaffen, der vielfältig, lebendig und inspirierend ist. Auch FamiliengärtnerInnen und andere GärtnerInnen sind herzlich willkommen. Es ist jedoch wichtig, dass das gesamte Areal von einer Dachorganisation getragen wird, welche konzeptionel und organisatorisch eine Linie hat.  Hier der  Artikel des «Tagesanzeigers»

 

Medienmitteilung der Stadt Zürich zum Areal Dunkelhölzli

Der Stadtrat hat das Projekt für das neue Gemeinschaftsgartenareal behandelt und die Weisung verabschiedet. Das Areal soll für 12, 8 Millionen Franken umgebaut und ab 2019 als Park und Gartenareal der Bevölkerung übergeben werden. Das Projekt wird nun im Gemeinderat und der vorberatenden Kommission behandelt. Gespannt sind wir darauf zu erfahren, wieso das Projekt so viel kostet. Dies steht in der Weisung, die im anfangs kommendes Jahr öffentlich einsehbar sein sollte. Der Stadtrat äussert sich nicht darüber, was mit der zum Verkauf stehenden Gärtnerei werden soll.

«Für das neue Gartenareal Dunkelhölzli mit Gemeinschaftsgebäude und für die Bachöffnung Salzweg- und Thalbächli sowie archäologische Arbeiten beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Objektkredit von 12,788 Millionen Franken.

Während an verschiedenen Orten der Stadt Gartenflächen verloren gehen, soll im Dunkelhölzli in Altstetten ein neues Gartenareal entstehen. Der Grundstein dafür wurde 2014 durch die Umzonierung der Fläche in eine Erholungszone für Familiengärten und eine in ein Postulat umgewandelte Motion (GR Nr. 2013/184) gelegt.

Das Gesamtprojekt umfasst eine Fläche von 6,6 Hektar. Davon sind 3,8 Hektar für sechs grosse, offene Gartenfelder mit Erschliessung geplant und 2,8 Hektar für den weiträumigen, öffentlich zugänglichen Naherholungsbereich mit parkartigen Wiesenflächen und einem geöffneten Bach. Die Gartenfläche steht der Quartierbevölkerung für verschiedene Nutzungsformen wie Kleingärten und Gemeinschaftsgärten zur Verfügung. Die Vergabe erfolgt wie üblich durch Pachtverträge mit Trägervereinen.

Ein Netz von Fuss- und Bewirtschaftungswegen erschliesst das Gesamtareal sowie die einzelnen Gartenfelder. Das Zentrum der Anlage bildet ein Gemeinschaftsgebäude, das die notwendige Infrastruktur wie Toiletten, Rüsttische und Räume für den Betrieb bietet. Weitere Gebäude sind kleine Garderoben- und Werkstattschuppen, die den gemeinschaftlichen Gartenfeldern zugeordnet sind.

In den 1950er- und 1960er-Jahren wurden in der Nähe des künftigen Gartenareals Gebäudereste eines römischen Gutshofs gefunden. Auf dem Gebiet der künftigen Gärten werden noch weitere römische Mauerreste und Funde vermutet. Die Archäologie des Amts für Städtebau untersucht derzeit das Gebiet und wird ihre Arbeiten vor Baubeginn abschliessen.

Die Anlage ist mit den Haltestellen Dunkelhölzli und Salzweg bereits durch den öffentlichen Verkehr erschlossen. Parkplätze für Autos und Fahrräder werden den Gärtnerinnen und Gärtnern bei den Hauptzugängen zum Areal an der Dunkelhölzlistrasse und beim Salzweg eingerichtet.

Die Arbeiten beginnen 2018 mit umfassenden Bodensanierungsmassnahmen. Die sanierten Böden können erst nach einer Ruhefrist von zwei Jahren genutzt werden, Teilflächen ohne Bodensanierung frühestens 2019. Bei genügender Nachfrage wird die Infrastruktur ab 2020 in einer zweiten Bauetappe ausgebaut.»

Quelle: Medienmitteilung Stadtrat Zürich, 21. Dezember 2016