Ausgangslage

Gemeinschaftsgärten Areal Projekt Gärtnerei

Der Bauboom in Zürich hat auf den städtischen Gartenarealen seine Spuren hinterlassen. Zahlreiche Flächen sind verschwunden oder werden in den nächsten Jahren Bauprojekten weichen.

Dies sind zum Beispiel das Familiengartenareal Vulkan (Eishockeystadion), die Stadionbrache Hardturm (Fussballstadion und Wohnüberbauungen) oder das Familiengartenareal Freilager (Schulhaus).

Gleichzeitig gibt es ein grosses Interesse am Gärtnern. Industrielle Landwirtschaft, Ressourcenverschleiss, Rückgang der Biodiversität und Klimaerwärmung sind Themen, die viele Menschen beschäftigt. Mit dem Areal Dunkelhölzli steht ein grosses Areal zur Verfügung, das sich als Modellbetrieb für eine urbane Landwirtschaft hervorragend eignen würde.

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Gemeinschaftliches Gärtnern, Gemüsekooperative ortoloco, Dietikon

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Microgärten auf der Stadionbrache, Zürich

Gemeinschaftsgärten

In den letzten Jahren verbreiteten sich gemeinschaftliche Formen des Gärtnerns, die sich von der klassischen Nutzung von Familiengärten unterscheiden. Im Dunkelhölzli soll der Bevölkerung Gartenland für neue Formen des Gärtnerns zur Verfügung stehen.

Bei gemeinschaftlichen Formen des Gärtnerns kommen mehr Menschen mit Natur und Boden in Kontakt, der soziale und fachliche Austausch ist intensiver,

Gärtnerinnen und Gärtner können voneinander lernen, und manche Gemeinschaftsgärten sind als «Garten-Park» auch öffentlich zugänglich. Das Minimum an Bauten vergrössert die nutzbare Ackerfläche, und das Gartenareal fügt sich dadurch besser in die Landschaft ein als die üblichen Familiengärten.


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Die heutige Situation: Das Areal Dunkelhölzli am Stadtrand von Zürich

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Ein gärtnerisches Kulturzentrum in den bestehenden Gewächshäusern

Das Areal Dunkelhölzli sucht nach einer Vision

Das Areal Dunkelhölzli am Westrand der Stadt Zürich ist rund acht Hektaren gross.

Das früher landwirtschaftlich genutzte Areal liegt seit einiger Zeit in der Familiengartenzone. Grün Stadt Zürich plant in näherer Zukunft eine Sanierung des Bodens und einen landschaftsarchitektonischen Umbau zur Gartennutzung. Gewünscht werden Gärten in unterschiedlichen Formen: Gemeinschaftsgärten, Familiengärten, WG-Gärten, Seniorengärten, Schulgärten, Experimentiergärten, Heilpflanzengärten und Gartenfelder für Vertragslandwirtschaft. Gesucht sind zukunftsweisende Alternativen.

Die knapper werdenden Freiflächen in unserer expandierenden Stadt fordern dies. Die Verdichtung hält auch beim Gärtnern Einzug. Das Areal Dunkelhölzli dient auch der Erholung für die umliegenden Quartiere. Die einzelnen Pflanzflächen sind deshalb eingebettet in eine parkähnliche Anlage, die wiederum mit dem Wald hin zum Uetliberg verwoben ist.

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Parklandschaft mit Gartenfeldern, Plan Grün Stadt Zürich

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Vielfalt von Gemeinschaftsgärten, Vision Grünhölzli

Ein zukunftsweisendes städtisches Projekt

Das Landschaftsarchitekturbüro Studio Vulkan hat im Auftrag von Grün Stadt Zürich ein Projekt für die Gestaltung des Areals entworfen.

Das projektierte Gartenareal umfasst sechs grosse, offene Gartenfelder und bietet daneben einen weiträumigen, öffentlich zugänglichen Naherholungsbereich mit einem lieblichen Bach.

Ein Netz von Fuss- und Bewirtschaftungswegen erschliesst das Gesamtareal sowie die einzelnen Gartenfelder. Ein neues Gemeinschaftsgebäude soll das Zentrum bilden und wird so zum allgemeinen Treffpunkt für die Arealnutzer. Für den Betrieb des neuen Areals hat sich der Verein Grünhölzli bei «Grün Stadt Zürich» beworben.

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Gewächshaus der Gärtnerei Weiss

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Gewächshäuser verlängern die Gartensaison. Eine Stitfung möchte die Gewächshäuser kaufen und dem Verein Grünhölzli verpachten.

Die Gärtnerei Weiss, Brache am Stadtrand

Am Salzweg 50 im Stadtquartier Zürich-Altstetten, mitten im Areal, steht ein ehemaliger Gärtnereibetrieb mit Wohnhaus und fünf grossen Gewächshäusern auf einem 7‘700 Quadratmeter grossen Grundstück zum Verkauf.

Die Liegenschaft ist in Privatbesitz des ehemaligen Gärtners und wird aktuell vom Gastronomen Tony Navarro für den Betrieb des Restaurants «Triibhuus» gepachtet. Eine Stiftung würde in Zusammenarbeit mit dem Verein Grünhölzli die Gärtnerei gerne kaufen.

Die Verkaufsverhandlungen ruhen aber wegen der unklaren Rechtssituation.

In Kombination mit dem neugestalteten Gartenareal rundherum könnte die Gärtnerei zu einem kulturellen Gartenzentrum umgenutzt werden. Es bietet Raum für Anzucht von Pflanzen, Schulungen und Kurse, gärtnerische Events, und auch ein Quartierrestaurant hätte Platz.