Projekte

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Wir möchten einen Arznei- und Ritualpflanzengarten gestalten, in den alle Neugierigen räumlich eintauchen können, um zu lernen und zu erkunden. Diese Idee eines besonderen Raumgefühls zeigt sich für uns in der kreisförmigen Anordnung des Gartens, der durch das Eintreten durch das Weidentor einen klaren Ein- und Austritt erhält.
Die acht Beete des Kreises sind thematisch angeordnet und entsprechen jeweils einem Bereich des menschlichen Körpers. Pflanzen mit einem ähnlichen Wirkungsprofil und Anwendungsgebiet wachsen dabei beieinander und bleiben so besser in Erinnerung.
Durch die gärtnerische Arbeit, die Beobachtung der Pflanzen im Jahresverlauf und den Wissensaustausch untereinander eignen wir uns als Projektgruppe Wissen über den Anbau, die Pflege und die Verwendung der vielen verschiedenen Pflanzen an.
Unser Ziel ist es, das Interesse an der eigenständigen und gemeinsamen Vertiefung in diesem riesigen Themenkomplex zu wecken und durch das Wissen um die medizinische Verwendung von Pflanzen ein Stück Selbstbestimmung zurückzugewinnen.


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2019 starteten wir mit Unterstützung von Robert Zollinger die Samengemeinschaftszucht Grüenhölzli. Wir eignen uns fundiertes Wissen über die Saatgutgewinnung an und setzen uns mit den Eigenschaften, der Qualität und der Weiterentwicklung unserer Sorten auseinander. In unserer Gemeinschaft bauen wir Randen, Stangenbohnen und Spitzkohl an, gewinnen daraus Saatgut und entwickeln die Sorten durch gezielte Auswahl und sorgfältige Pflege weiter.
Wir treffen uns jeden Mittwoch ab 17 Uhr zur gemeinsamen Gartenarbeit. Ein Einstieg in unsere Gartengruppe ist jederzeit möglich. Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen – gerne auch spontan.


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Wir produzieren eigene Setzlinge in unseren Gewächshäusern und können so den Pflanzenkreislauf von der Saatgutgewinnung bis zur Jungpflanze weitgehend selbst schliessen. Die geschützten Bedingungen im Gewächshaus ermöglichen es uns, die Setzlinge bei optimalen Licht- und Temperaturverhältnissen bereits früh im Jahr anzuziehen.
Wir ziehen eine grosse Vielfalt an Gemüse sowie einige Blumen und treffen uns regelmässig, um die Setzlinge gemeinsam anzubauen und zu pflegen. Damit die ganze Gartengemeinschaft davon profitieren kann, verkaufen wir die Setzlinge zu günstigen Preisen und veranstalten im Frühjahr eine Setzlingsbörse.
Zusätzlich produzieren wir Setzlinge für die Tomatenhäuser und das SAGEZU-Projekt.


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Wir wollen hoch hinaus! Deshalb pflanzen und pflegen wir Obstbäume und Sträucher auf dem Gartenareal. Unser Ziel ist es, das Grüenhölzli stetig zu einem biodiversen und vielseitigen Lebensraum weiterzuentwickeln, der Menschen, Tieren und Insekten Nahrung und Lebensraum bietet.
Bäume und Sträucher spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie strukturieren das Areal und schaffen vielfältige ökologische Vorteile wie Schatten, Nischen für Tiere und Pflanzen sowie einen verbesserten Wasserrückhalt.
Neben der Pflanzung und langfristigen Pflege eignen wir uns altes und neues Wissen an, ernten und verarbeiten gemeinsam die Früchte unserer Arbeit und gestalten so eine grüne Zukunft.


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Das Langzeit-Projekt “Waldgarten im Grüenhölzli” wurde im Sommer 2021 initiiert und ist seither in der Planungsphase. Mit dem Aufbau des Waldgartens auf einer Fläche von über 4000m2, auf dem Acker südlich der jetzigen Gartenflächen ist das Projekt das bisher Grösste auf dem Areal. Über einen Zeithorizont von vielen Jahrzehnten soll hier ein komplexes in sich geschlossenes Permakultursystem entstehen, worin Obstbäume und verschiedenste Nutzpflanzen mit vielen Organismen koexistieren. Der Waldgarten verfolgt das Ziel einen Lebensraum voller Biodiversität zu kreieren, worin die Bedürfnisse von Menschen, Tieren und Pflanzen gleichermassen berücksichtigt werden. Der Anspruch der extensiven Nahrungsmittelproduktion, Bildung und Forschung machen den Waldgarten im Grüenhölzli zu einem Pionierprojekt im Bereich Nachhaltigkeit.


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Die Flachsgruppe interessiert sich für den gesamten Arbeitsprozess der Flachsproduktion: von der Aussaat der Leinsamen im April über das Stickeln im Juni bis zur Ernte im Juli. Anschliessend beginnt die Weiterverarbeitung: Im August rotten wir die Flachsstängel auf der Wiese und gewinnen im Herbst bei der Brächete die Fasern daraus. In den Wintermonaten werden diese versponnen und verwoben.
Das Endprodukt sind geschmeidige, edle und unbezahlbare Leinenstoffe. Damit greifen wir ein traditionelles Handwerk wieder auf und üben uns Jahr für Jahr in den vielen einzelnen Arbeitsschritten sowie in der Handhabung der alten Geräte.
Ergänzend zum Flachsanbau bewirtschaften wir einen kleinen Garten mit Färberpflanzen. So können die gewonnenen Fasern auch mit natürlich gewonnenen Färbemitteln gefärbt werden.


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Neben der gemeinsamen Pflege der Kulturen widmen wir uns der Sortenwahl und Saatgutgewinnung. Dabei wählen wir gezielt Sorten aus, die an die Bedingungen im Grüenhölzli angepasst sind – etwa besonders aromatische oder robuste Sorten mit einer guten Widerstandsfähigkeit gegenüber Braunfäule. Durch die Saatgutgewinnung und gezielte Auswahl entwickeln wir diese Eigenschaften über die Jahre weiter.
Auch die Pflanzen- und Bodenpflege ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. An Veranstaltungen vermitteln wir Wissen rund um Mulchen, organische Düngung und eine ertragreiche Tomatenkultur.


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Wir sind Menschen, die schon länger in der Schweiz leben, und Migrantinnen und Migranten, die gerne gemeinsam gärtnern. Die HEKS Gartentandems sind ein Integrationsprojekt, das den Austausch und die Begegnung fördert.
Seit 2021 bewirtschaften die HEKS Gartentandems mit viel Freude und Elan eine Fläche von insgesamt 200 m² im Grüenhölzli. Einmal pro Woche treffen sich die Tandempartner zum gemeinsamen Gärtnern. Jede darf auf zehn Quadratmetern sein Lieblingsgemüse und seine Lieblingskräuter anbauen.
Zusätzlich treffen wir uns von März bis Oktober einmal im Monat zum gemeinsamen Austausch.


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Im Färbergarten kultivieren wir ein- und mehrjährige Färberpflanzen wie Krappwurz, Färberwaid und Indigo. Der Garten ist entstanden, da wir gemeinsam Flachs anbauen und unsere Stoffe mit Pflanzenfarben färben möchten. Im Moment ist der Garten noch sehr klein und eher ein Randprojekt, was aber nicht so bleiben muss. In den Wintermonaten treffen wir uns sporadisch im Grünhölzli, wo wir aus den geernteten Kostbarkeiten Färberküppen herstellen, und damit verschiedene Textilien färben. Blüten, Blätter, Früchte, Rinden und Wurzeln können zur Gewinnung von Farbpigmenten verwendet werden. Mittels historischer Rezepte und modernen Techniken probieren wir aus. Dabei haben wir zum Ziel, altes Wissen zur Naturfarbgewinnung neu aufleben zu lassen und stehen in regem Austausch mit dem Medizinalgarten.


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Aus dem köstlichen Gemüse, den saftigen Tomaten und den würzigen Kräutern aus dem Garten soll natürlich auch etwas Leckeres gekocht werden!
Damit nach einem reichen Gartentag auch für das leibliche Wohl gesorgt ist, betreibt unsere Kochgruppe verschiedene Kochstellen, organisiert Kochevents und sorgt bei Veranstaltungen dafür, dass etwas Feines auf den Teller kommt.
Dafür stehen uns im Grüenhölzli eine Feuerstelle, eine Gulaschkanone, ein Grill und sogar ein Pizzaofen zur Verfügung!


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Auf unseren Gartenflächen fällt viel Grüngut an, welches gesammelt, zersetzt und in Form von Kompost wieder in den Nährstoffkreislauf zurückgeführt werden muss. Aus diesem Grund haben wir im Grüenhölzli eine zentrale Sammelstelle mit drei Kompostmieten aufgebaut. Dort werden die geschichteten Grünabfälle mittels Kleinorganismen und der im Kompostierungsprozess entstandenen Wärme wieder zu feinstem Humus abgebaut. In der Kompostgruppe kümmern wir uns um die Erfüllung der verschiedenen Faktoren, die für eine erfolgreiche Kompostierung vonnöten sind. Dazu gehören beispielsweise die regelmäßige Umschichtung der Mieten und die Beimengung von unterstützenden organischen Stoffen. Zusammen beschäftigen wir uns mit neuen Kompostierungsansätzen und der Frage, über welche Methoden das Bodenleben im Grüenhölzli weiter unterstützt werden kann. Unser übergeordnetes Ziel liegt dabei auf der Vermittlung grundlegender Kompostierungsprozesse, um so auf die Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft aufmerksam zu machen.


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Unser Grundsatz, möglichst viel gemeinschaftlich zu organisieren und zu nutzen, zeigt sich auch im Umgang mit unserem Werkzeug. Wir nutzen, reinigen und pflegen es gemeinsam und bewahren es in einem Container auf.
Mittlerweile sind wir gut ausgestattet und können dank unserer Werkzeuggruppe, die viel Zeit in Unterhalt und Reparaturen investiert, das ganze Jahr über auf das vorhandene Werkzeug zurückgreifen. Damit wir möglichst lange davon profitieren können, steht neben der Pergola eine Waschstation bereit, an der Gabeln, Schaufeln und Kräuel nach der Benutzung gereinigt werden können.
Neben dem Werkzeugcontainer steht ein weiterer Container zur Verfügung, in dem Mitglieder persönliche Gartenutensilien verstauen können.


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