Projekte

Pergola

Wir möchten das im Garten produzierte Gemüse und Obst direkt vor Ort rüsten, verwerten, kochen, einmachen und geniessen. Dies fördert die Kenntnisse im Verarbeiten von Obst und Gemüse und den Zusammenhalt der Gartengemeinschaft. Die Aussenküche und Pergola können für Gemeinschaftsanlässe und Kurse (Kochen, Kräuter, Einmachen, etc) gebraucht werden.

Ziel: Bereitstellen einer Aussenküche zum Rüsten, Kochen und Einmachen für kleine und grosse Anlässe.

Grünhölzlis: Matthias Stocker, Peter von Barthol

Bäume & Sträucher

Auf dem heutigen Grünhölzli-Areal, entlang des Salzweges, stehen ein paar wenige Apfel- und Birnenbäume. Die anfallende Menge an Früchten ist trotzdem beachtlich, und es lohnt sich, diese zu verwerten. In Zukunft werden viele Obstbäume und Beerensträucher auf dem ganzen Dunkelhölzli gepflanzt werden. Grünhölzli möchte diese Kulturen pflegen und bewirtschaften.

Ziel: Mitbestimmen der Obst- und Strauchsorten sowie deren Anzahl und Standorte, die auf dem Areal gepflanzt werden. Grünhölzli übernimmt mindestens zum Teil die Pflege der Bäume, die Ernte und Verarbeitung der Früchte

Grünhölzlis: Monika Welti, Matthias Stocker

Bauwagen

Um auch in der Zwischensaison oder bei kühlem und nassem Wetter in den Garten gehen zu können und den Garten länger und intensiver zu nutzen, wünschen wir uns einen Ort, wo man sich aufwärmen und etwas Warmes trinken kann. Auch für Besprechungen braucht es bei entsprechendem Wetter einen Innenraum. Der Bauwagen ist auch ein Treffpunkt und ein dient der Identifikation.

Ziel:Die Bauarbeiten am Bauwagen sind zum grossen Teil abgeschlossen. Der Wagen kann bereits genutzt werden.

Grünhölzlis: Elena Haller, Heddi & Manu

Flachs

Wir legen ein Flachsfeld an, hegen und pflegen es 100 Tage lang mit grösster Sorgfalt und ernten schliesslich die ausgereifte Pflanze. Nach alter Tradition werden die geernteten Stängel in mehreren, zum Teil aufwendigen Arbeitsschritten zu blonden Flachszöpfen verarbeitet. Zuerst werden die Stängel 4 Wochen getrocknet und dann für 10 Tage auf dem Feld ausgelegt, wo sie durch die Witterung natürlich gären (Tauröste). Nach weiteren 4 Wochen Trocknungszeit steht die Kür der langen Arbeit an. Bei der Brächete Anfang Oktober entsteht aus den getrockneten Stängeln der seidige Flachs. Dazu werden die Stängel über dem Feuer geröstet und noch heiss mit dem Brechbock gebrochen. Dann werden die Fasern mit dem Hechel (Brett mit vielen dicht angelegten Nägeln) von den Stängeln befreit und seidig gekämmt. Die blonden Zöpfe können in den Wintermonaten versponnen und verwoben werde. Früher wurden Leinenstoffe über mehrere Generationen weitergegeben; und je älter und gebrauchter sie waren, desto geschmeidiger und schöner wurden sie.

Ziel: Wir lernen, wie Flachspflanzen zu seidiger Leinenfaser verarbeitet wird.

Grünhölzlis: Martina Vogel

Grünlabor

90 % der von Grün Stadt Zürich verpachteten Flächen sind Kleingärten, die von Einzelpersonen, Familien und Kleingruppen bewirtschaftet werden. Der Rest teilt sich auf in Schülergärten, Kleintierareale und Gemeinschaftsgärten. Gemeinschaftsgärten können die gesetzten Ziele bezüglich Nutzungsdichte, Biodiversität, Gartenbildung, sozialer Durchmischung und Partizipation am besten erfüllen. Der Aufbau eine Gartengemeinschaft ist aber anspruchsvoll und arbeitsintensiv. Darum braucht es Unterstützung für neu gegründete und bestehende Gemeinschaften.

Ziel: Das vom Verein Grünhölzli gegründete Gartenlabor entwickelt Werkzeuge, die von Gartengemeinschaften genutzt werden können. Die Idee des Gartens als Reallabor soll skaliert werden. Jede Stadt in der Schweiz braucht ein Grünhölzli.

Grünhölzlis: Thilo Gruber

Kompost

Im Garten wird viel Grünmasse produziert. Viele Gärtner*innen wissen nicht was sie mit dem Material anfangen sollen. Darum werden Systeme entwickelt um das anfallende Material in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Mittels Kreislaufwirtschaft können Nährstoffe in den Boden zurückgeführt werden und es kann auf den Kauf von Dünger verzichtet werden. Mit Kompost und Terra preta wird das Bodenleben verbessern und Pflanzen mit Nährstoffen versorgt.

Ziel: Allen Gärtner*innen im Verein das Kompostieren vermitteln, so dass alle Gartenabfälle in den Boden zurückgeführt werden. Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft sichtbar machen.

Grünhölzlis: Tina Kinthe

Medizinalgarten

Wir kreieren einen Raum, der als Quelle für Information und Bildung über verschiedenste Medizinalpflanzen respektive deren Verwendung dient und gleichzeitig die pflanzlichen Rohstoffe zur Weiterverarbeitung liefert. Gemeinsam gewinnen wir aus den Pflanzen heilende Salben und Tinkturen. Auf der Webseite www.grünhölzli.ch erstellen wir ein Pflanzen-Wiki mit Steckbriefen über unsere Medizinalpflanzen.

Ziel: Wir geben unser Medizinalkräuterwissen an interessierte Gärtner*innen weiter und vertiefen unser Interesse und Wissen an einheimischen und exotischen Medizinalpflanzen über die praktische Arbeit.

Grünhölzlis: Gion Thur, Rebecca Beffa

Rapunzel, Butzi, Schinkenwurzel und Co.

Mit dem Aufschwung der urbanen Freizeitgärtnerei und einem nicht nur mit dem Auge, sondern auch mit Nase und Gaumen urteilenden Qualitätsbewusstsein, gewinnen geschmackvolle Gemüsesorten neue Bedeutung. Dazu braucht es Saatgut von bewährten, erwünschten, für den kleinräumigen Anbau und die Selbstversorgung geeigneten Sorten. Die Gärtnerinnen sollen bei der Sortenbeurteilung mitbeteiligt sein und mitbestimmend wirken. In der Gartensaison 2021 realisieren wir auf 1500 m2 Fläche ein Pilotprojekt. Genauere Infos folgen.

Grünhölzlis: Robert Zollinger

Sagezu – Samengemeinschaftszucht

SAGEZU ist ein neues Konzept zur Etablierung einer souveränen Samengemeinschaftszucht von Gemüse. In unserer Samengemeinschaftszucht Grünhölzli werden die Sorten – Randen, Stangenbohnen und Kohl angebaut und fortlaufend entwicklungszüchterisch gepflegt. Das geerntete Saatgut wird für die eigene Pflanzenproduktion und zur Versorgung eines Nischenmarktes verwendet. So werden die Sorten durch kontinuierliche Zucht an die lokalen Gegebenheiten angepasst und einer vielfältigen, innovativen Nutzung zugeführt. Der Initiant des Projektes, Robert Zollinger (www.hortiplus.ch) wird uns dieses Jahr in einem neunteiligen Ausbildungsmodul in die Samenzucht und Saatgutvermehrung  einführen. Detaillierte Informationen und Anmeldeunterlagen findest Du hier:

Grünhölzlis: Cornelia Staffelbach

Tomatenhaus

19.06.2021 Gartenfest Grünhölzli ©Raisa Durandi

Da Tomaten bekanntlich zu den anspruchsvolleren Pflänzchen gehören, brauchen sie ein Dach über dem Kopf. Die Tomatenhausgruppe plant deshalb auch dieses Jahr verschiedene Überdachungen, die einen Unterschlupf bieten. Es wird einen grossen, begehbaren Folientunnel geben, eine offene Dachkonstruktion gebaut, sowie die Möglichkeit gegeben Pflanzgefässe in den Gewächshäusern aufzustellen. Die verfügbaren, überdachten Flächen werden in Parzellen eingeteilt und per Pacht an die Gärtner*innen vermietet.

Ziel: Damit nicht alle Gartenkollektive eigene Tomatenhäuschen auf ihren Parzellen bauen, installieren wir eine Tomatengemeinschaft. Im Tomatenhaus werden alle Tomatenpflanzen gemeinschaftlich angebaut und gepflegt.

Grünhölzlis: Thilo Gruber

Werkzeuge & Garderobe

Wir nutzen so viel wie möglich gemeinschaftlich – so auch Werkzeuge und Möglichkeiten, persönliche Gartenutensilien zu lagern.
Credo: Beschafft werden nur Handwerkzeuge und keine Strom-, Benzin- oder Diesel-betriebene Gartengeräte und -fahrzeuge.

Ziel: Zur Verfügung stellen von gemeinschaftlich genutzten Werkzeugen.
Schaffen von Aufbewahrungsorten für persönlichen Gartenutensilien

Grünhölzlis: Monika Welti & Judith Raillard

Bienen

Bienen stehen für einen intakten Naturkreislauf sowie eine nachhaltige Obst- und Gemüseproduktion. Als wichtigster Bestäuber sind sie der Schlüssel für die Nahrungsmittelproduktion. Für das Projekt Grünhölzli ist der Aufbau und die Pflege einiger Bienenvölker eine Win-Win-Situation. Die Pflanzen werden ideal bestäubt und die Bienen finden ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Nahrungsangebot. Die extensiv erwirtschafteten Bienenprodukte Honig, Wachs und Pollen können wiederum von den Vereinsmitgliedern genutzt werden.Eine Zusammenarbeit mit der Stadtzürcher Imkerei Wabe3 hilft das Bienenprojekt zu etablieren und begleitet die Bienen-Arbeitsgruppe als erfahrener Partner bei Fachfragen durch das Jahr.

Grünhölzlis: Marcel Frey und Barbara Heinis

Setzlinge

Die Setzlings-Gruppe besteht aus den Koordinator*innen der verschiedenen Gartengruppen, die gemeinsam Setzlinge anziehen. Wir dürfen dafür ein Gewächshaus benutzen und erhalten Unterstützung durch den Oekoservice und Robert Zollinger. Im Gewächshaus finden die Setzlinge ideale Licht- und Temperaturverhältnisse und können für den späteren Anbau gezogen werden. Im Frühjahr veranstalten wir eine Setzlingsbörse, wo alle Gärtner*innen eigene Setzlinge zu günstigen Preisen beziehen können.

Grünhölzlis: Cornelia Staffelbach, Elisa Franz, Gion Thur, Noémie Delfgou, Rebecca Beffa, Sonja Häseli, Thilo Gruber

HEKS Garten-Tandem

Wer sind wir? Personen, die schon länger in der Schweiz sind und Migranten und Migrantinnen, die gerne zusammen gärtnern. HEKS Garten-Tandem ist ein Integrationsprojekt und soll den Austausch und die Begegnung fördern.
Einmal pro Woche trifft man sich mit seiner Tandempartnerin zum gemeinsamen Gärtnern. Man kann den wöchentlichen Termin frei wählen. Jede Teilnehmerin darf auf zehn Quadratmeter sein Lieblingsgemüse anbauen. Einmal pro Monat von März bis Oktober, meistens an einem Mittwochabend, treffen wir uns im Garten zum gemeinsamen Austausch.
Claudia Portmann bildet die Tandems und berät die Teilnehmer*innen bei Fragen oder Schwierigkeiten. 
Falls du Lust hat beim HEKS Garten-Tandem mitzumachen oder mehr über das Projekt erfahren möchtest, kannst du dich gerne bei Claudia Portmann melden: claudia.portmann@heks.ch.